Was Patientinnen und Patienten uns am häufigsten fragen – zu Material, Ablauf, Kosten und Organisation. Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.
Aus Zirkonoxid, einer Hochleistungskeramik, die auch in der Orthopädie eingesetzt wird. Sie ist zahnfarben weiß, metallfrei und elektrisch nicht leitend.
Nein. Implantat und Aufbau bestehen aus Zirkonoxid, die Verschraubung dazwischen aus carbonfaserverstärktem Hochleistungskunststoff. Die dunkle Farbe kommt von den Carbonfasern. Das gesamte System ist damit metallfrei.
Moderne Zirkonoxid-Implantate zeigen in Studien über 5 bis 10 Jahre Überlebensraten, die mit Titan vergleichbar sind. Die S3-Leitlinie von DGI und DGZMK stuft einteilige Systeme als sichere Alternative ein; für zweiteilige ist die Datenlage jünger. Für Zeiträume über 15 Jahre liegen bei Titan mehr Daten vor.
Frühe Keramikimplantate der 2000er hatten Bruchprobleme. Moderne Systeme – ein- wie zweiteilig – mit optimiertem Design erreichen in Belastungstests Werte, die mit Titan vergleichbar sind.
Zirkonoxid gibt keine Metallionen ab und ist elektrisch neutral. Bei nachgewiesener Metallunverträglichkeit oder dem Wunsch nach einer metallfreien Versorgung kommt es deshalb besonders in Betracht. Ob es im Einzelfall passt, klären wir im Erstgespräch.
Ein Titanstimulationstest kann Hinweise geben, ist aber nicht die einzige Entscheidungsgrundlage. Wer sich für Keramik entscheidet, braucht ihn nicht; wer zwischen beiden schwankt, kann ihn als Argument nutzen.
Ja. Zirkonoxid erzeugt im MRT kaum Artefakte und erwärmt sich nicht. Informieren Sie die Radiologie trotzdem kurz über Ihre Implantate.
Nein. Implantologie ist Teil der Zahnheilkunde. Entscheidend ist die Erfahrung des Behandlers – und ob er auch die prothetische Versorgung beherrscht. Denn das Implantat wird für die Krone gesetzt, nicht umgekehrt: Wer den fertigen Zahn selbst plant und einsetzt, weiß genau, wo das Implantat dafür sitzen muss. Bei uns liegen Chirurgie, Prothetik und Labor seit über 30 Jahren in einer Hand.
Bei stabilen Verhältnissen setzen wir das Implantat direkt nach der Zahnentfernung und versorgen es, sofern möglich, am selben Tag mit einem festen Provisorium. Die endgültige Krone folgt nach drei bis sechs Monaten Einheilung.
In der Regel nicht – der Eingriff geschieht in derselben Betäubung, und weil das Gewebe geschont wird, empfinden viele Patienten ihn als weniger belastend als eine Zahnentfernung mit späterer, separater Implantation.
Das Provisorium ist zum Sprechen und Lächeln da, nicht zum Kauen. In den ersten Wochen sollten Sie es nicht belasten, weil das die Einheilung schützt.
Nicht routinemäßig. Wir setzen auf Vorbereitung des Immunsystems und saubere Technik, bei Bedarf ergänzt durch PRGF. Bei bestimmten Vorerkrankungen oder Eingriffen entscheiden wir individuell.
In vielen Fällen ja. Wir prüfen Knochen und Umgebung im 3D-Röntgenbild der Kiefer (DVT) und besprechen, ob ein Wechsel medizinisch sinnvoll ist. Ein reizfreies, stabiles Titanimplantat tauschen wir nicht ohne Grund.
Das geht vielen so – oft wegen Geschichten, die man irgendwo gehört hat. Bei uns ist der Eingriff vorab genau geplant: Aus 3D-Röntgenbild und Intraoralscan wissen wir schon vorher, wo das Implantat sitzt. Wir arbeiten in örtlicher Betäubung und bewusst ohne Narkose – aus Sicherheitsgründen. Dabei spüren Sie in der Regel nur Druck, keinen Schmerz, und wir sagen Ihnen bei jedem Schritt, was gerade passiert. Danach sind stärkere Beschwerden die Ausnahme; viele Patienten gehen am nächsten Tag wieder ihrem Alltag nach. Und wenn danach eine Frage aufkommt, erreichen Sie uns auch über WhatsApp.
Das ist selten, lässt sich aber auch bei sorgfältiger Planung nie ganz ausschließen – Einheilung ist ein biologischer Vorgang. Heilt ein Implantat nicht ein, setzen wir nach dem Ausheilen ein neues. Das Ersatzimplantat berechnen wir Ihnen nicht, und auch bei den Kosten für den erneuten Eingriff kommen wir Ihnen entgegen. Die Regelung halten wir vorab in Ihrem Heil- und Kostenplan fest.
Ein Einzelzahn-Keramikimplantat mit individuell gefertigtem Abutment und Vollkeramikkrone kostet bei uns 4.680 bis 6.150 €, jedes weitere Implantat 3.520 €. Wenn Knochen und Zahnposition ideal passen, gibt es die schlanke einteilige Bauform ab 3.480 €. Alle Spannen finden Sie auf unserer Kostenseite.
Das Keramikimplantat selbst ist in der Herstellung aufwendiger – bei uns liegt der Unterschied zu Titan bei rund 400 € pro Implantat. Das individuell gefertigte Abutment aus Keramik und die Vollkeramikkrone aus unserem Meisterlabor bekommen Sie bei uns in beiden Fällen.
Private Versicherungen und Beihilfe erstatten in der Regel nach Tarif; gesetzlich Versicherte erhalten den Festzuschuss für die Regelversorgung. Wir erstellen den Heil- und Kostenplan so, dass Sie ihn vorab einreichen können.
Die Online-Ersteinschätzung ist unverbindlich: Sie schicken uns Ihre Situation und optional ein vorhandenes Röntgenbild und erhalten innerhalb von 48 Stunden an Werktagen eine persönliche Rückmeldung. Das Erstgespräch in der Praxis mit Untersuchung, 3D-Röntgen (DVT), Befund und Beratung wird nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) berechnet und liegt insgesamt bei etwa 350 €.
Ja, über unser Abrechnungsinstitut oder in zwei Teilbeträgen direkt bei uns. Die Bedingungen besprechen wir im Erstgespräch.
In der Regel drei: Erstgespräch mit Diagnostik, Implantation mit Übernachtung und Kontrolle am Folgetag, Endversorgung mit zwei Terminen in einer Woche. Zwischenkontrollen kann Ihr Zahnarzt vor Ort übernehmen.
Ja. Schildern Sie uns über die Online-Ersteinschätzung Ihre Situation und schicken Sie, wenn vorhanden, ein aktuelles Röntgenbild mit. Innerhalb von 48 Stunden an Werktagen erhalten Sie eine persönliche Rückmeldung, ob eine Versorgung mit Keramik grundsätzlich infrage kommt. Verbindlich beurteilen lässt sich das erst nach Untersuchung und 3D-Röntgenbild im Erstgespräch.
Beratung und Behandlung sind auf Deutsch oder Englisch möglich. Die Website gibt es zwar auch auf Dänisch, eine Beratung auf Dänisch können wir aber nicht anbieten. Gern können Sie eine Begleitperson mitbringen, die für Sie übersetzt.
Sie können zwischen Kiel (Sophienblatt 21, nahe Hauptbahnhof) und Eckernförde (Prinzenstraße 5) wählen. Behandlung und Labor sind an beiden Standorten gleich.
Ja. Wir sehen uns den Plan an und zeigen Ihnen, wie eine Versorgung mit Keramik aussehen würde – medizinisch und finanziell.