So läuft eine Keramikimplantation bei uns ab – vom ersten Gespräch bis zur fertigen Krone. Und warum wir in vielen Fällen den Zahn entfernen, das Implantat setzen und ein Provisorium einsetzen können, bevor Sie die Praxis verlassen.
Der Weg
Wir hören zuerst zu: Was stört Sie, was wünschen Sie sich, welche Vorerkrankungen und Unverträglichkeiten gibt es. Danach 3D-Röntgenbild der Kiefer (DVT) und Intraoralscan – ein digitaler 3D-Abdruck Ihrer Kiefer. Zusammen ergeben beide ein genaues Planungsmodell, an dem wir Ihnen Ihre Situation anschaulich erklären. Sie bekommen noch am selben Tag eine Einschätzung und innerhalb weniger Tage den schriftlichen Heil- und Kostenplan.

Ein gut versorgter Knochen ist eine wichtige Voraussetzung für die Einheilung. Wir bestimmen Vitamin D3 und relevante Mikronährstoffe, gleichen Defizite aus und entfernen bei Bedarf vorher Metalle oder chronisch entzündete Zähne. Wer aus weiter Entfernung kommt, erledigt die Blutwerte beim Hausarzt.
Ist der Knochen stabil, entfernen wir den Zahn, setzen das Keramikimplantat direkt in die frische Alveole und versorgen es – sofern möglich – mit einem festen Langzeitprovisorium aus unserem Labor. Dann gehen Sie mit einem Zahn nach Hause. Bei Bedarf unterstützen wir die Heilung mit PRGF aus Ihrem eigenen Blut.

Das Zirkonoxid verbindet sich mit dem Knochen, das Zahnfleisch legt sich an. In dieser Zeit sehen wir Sie zwei- bis dreimal kurz – bei Anreise aus der Ferne lassen sich Kontrollen mit Ihrem Zahnarzt vor Ort abstimmen. Stärkere Beschwerden sind die Ausnahme; viele Patienten gehen am nächsten Tag wieder ihrem Alltag nach.

Nach der Einheilung scannen wir das Implantat und fertigen die vollkeramische Krone oder Brücke in unserem eigenen Meisterlabor – Farbe, Form und Oberfläche abgestimmt auf Ihre Nachbarzähne. Beim zweiten Termin wird sie eingesetzt. Danach: Nachsorge alle sechs Monate.

Unser Prinzip
Alle fünf Schritte folgen einer Reihenfolge, die im Kopf beginnt, bevor der erste Termin stattfindet: Zuerst steht fest, wie der fertige Zahn aussehen soll. Daraus ergibt sich alles andere.
Aus 3D-Röntgenbild und Intraoralscan entwerfen wir zuerst den Zahn: Form, Position, Zahnfleischverlauf. Erst dann legen wir fest, wo das Implantat dafür sitzen muss – im besten Knochen, aber immer in der Achse der späteren Krone. So wird aus Implantat und Krone ein Zahn, nicht ein Kompromiss.
Das Team, das Ihr Implantat setzt, plant bei uns auch die Krone und setzt sie ein – an beiden Standorten, mit dem Meisterlabor im selben Haus. Chirurgie und Prothetik liegen seit über 30 Jahren in einer Hand. Für Sie heißt das: ein Ansprechpartner von der Planung bis zur Kontrolle in zehn Jahren.
Sofortimplantation
Beim klassischen Vorgehen heilt die Zahnlücke erst drei bis sechs Monate aus, dann wird implantiert, dann wieder gewartet. In dieser Zeit baut sich Knochen ab. Die Sofortimplantation nutzt den Moment, in dem der Knochen noch vollständig da ist – und erspart Ihnen eine Operation und Monate ohne Zahn.
Voraussetzung ist ausreichend stabiler Knochen und entzündungsfreies Gewebe – das prüfen wir im 3D-Röntgenbild der Kiefer (DVT). In über 90 % unserer Fälle ist die Sofortimplantation möglich. Wo nicht, sagen wir es Ihnen vorab und planen den sicheren Weg.
Am Tag des Eingriffs
Ein Einzelimplantat mit Provisorium dauert etwa 60 bis 90 Minuten. Planen Sie zwei Stunden ein.
Örtliche Betäubung reicht fast immer. Die Behandlung erfolgt bewusst ohne Narkose – aus Sicherheitsgründen.
Eine leichte Schwellung ist möglich, stärkere Schmerzen sind selten. Bei Bedarf ein Schmerzmittel nach Absprache, weiche Kost, keine Belastung des Provisoriums.
Viele Patienten sind am Folgetag wieder arbeitsfähig. Bei Anreise von weiter weg: eine Übernachtung, Kontrolle am nächsten Morgen, dann Heimfahrt.
Auch bei schwierigen Ausgangslagen
Fragen zum Ablauf
In der Regel nicht – der Eingriff geschieht in derselben Betäubung, und weil das Gewebe geschont wird, empfinden viele Patienten ihn als weniger belastend als eine Zahnentfernung mit späterer, separater Implantation.
Das Provisorium ist zum Sprechen und Lächeln da, nicht zum Kauen. In den ersten Wochen sollten Sie es nicht belasten – darauf weisen wir ausdrücklich hin, weil es die Einheilung schützt.
In der Regel drei: Erstgespräch mit Diagnostik, Implantation mit Übernachtung und Kontrolle am Folgetag, Endversorgung mit zwei Terminen in einer Woche. Zwischenkontrollen kann Ihr Zahnarzt vor Ort übernehmen.
Nicht routinemäßig. Wir setzen auf Vorbereitung des Immunsystems und saubere Technik, bei Bedarf ergänzt durch PRGF. Bei bestimmten Vorerkrankungen oder Eingriffen entscheiden wir individuell.
Das ist selten, lässt sich aber auch bei sorgfältiger Planung nie ganz ausschließen – Einheilung ist ein biologischer Vorgang. Heilt ein Implantat nicht ein, setzen wir nach dem Ausheilen ein neues. Das Ersatzimplantat berechnen wir Ihnen nicht, und auch bei den Kosten für den erneuten Eingriff kommen wir Ihnen entgegen. Die Regelung halten wir vorab in Ihrem Heil- und Kostenplan fest.