Start/Ablauf

Morgens mit einer Lücke.
Abends mit einem Zahn.

So läuft eine Keramikimplantation bei uns ab – vom ersten Gespräch bis zur fertigen Krone. Und warum wir in vielen Fällen den Zahn entfernen, das Implantat setzen und ein Provisorium einsetzen können, bevor Sie die Praxis verlassen.

Typischer Zeitrahmen
1
Eingriff – Zahnentfernung, Implantat und, sofern möglich, festes Provisorium an einem Tag
3–6
Monate Einheilung – Ihr Alltag geht weiter, Kontrollen auf Wunsch bei Ihrem Hauszahnarzt
1
Woche für die endgültige Krone – Einprobe und Einsetzen

Der Weg

Fünf Schritte. Jeder mit Zeitangabe, damit Sie planen können.

01
TAG 1 · 30–60 MIN.

Erstgespräch und Diagnostik

Wir hören zuerst zu: Was stört Sie, was wünschen Sie sich, welche Vorerkrankungen und Unverträglichkeiten gibt es. Danach 3D-Röntgenbild der Kiefer (DVT) und Intraoralscan – ein digitaler 3D-Abdruck Ihrer Kiefer. Zusammen ergeben beide ein genaues Planungsmodell, an dem wir Ihnen Ihre Situation anschaulich erklären. Sie bekommen noch am selben Tag eine Einschätzung und innerhalb weniger Tage den schriftlichen Heil- und Kostenplan.

  • 3D-Röntgenbild der Kiefer (DVT) mit niedriger Strahlendosis statt klassischem Röntgen
  • Intraoralscan als digitales Planungsmodell – keine Abdruckmasse
  • Beratung zu Keramik, Titan und Alternativen (Brücke, Zahnerhalt)
Dr. Ralf Lüttmann erklärt am Bildschirm das digitale Planungsmodell einer Versorgung
02
2–4 WOCHEN

Vorbereitung des Körpers

Ein gut versorgter Knochen ist eine wichtige Voraussetzung für die Einheilung. Wir bestimmen Vitamin D3 und relevante Mikronährstoffe, gleichen Defizite aus und entfernen bei Bedarf vorher Metalle oder chronisch entzündete Zähne. Wer aus weiter Entfernung kommt, erledigt die Blutwerte beim Hausarzt.

  • Vitamin-D- und Mikronährstoffstatus
  • Schonende Amalgam- oder Metallentfernung, wenn gewünscht
  • Professionelle Zahnreinigung vor dem Eingriff
Foto: Behandlungsraum
03
TAG X · 1–3 STD.

Implantation – wo möglich sofort

Ist der Knochen stabil, entfernen wir den Zahn, setzen das Keramikimplantat direkt in die frische Alveole und versorgen es – sofern möglich – mit einem festen Langzeitprovisorium aus unserem Labor. Dann gehen Sie mit einem Zahn nach Hause. Bei Bedarf unterstützen wir die Heilung mit PRGF aus Ihrem eigenen Blut.

  • Schonende Implantationstechnik genau dort, wo der Knochen optimal ist – geplant aus 3D-Röntgenbild und Intraoralscan, ohne umfangreiches Aufklappen des Zahnfleischs
  • Festes Provisorium am selben Tag, sofern möglich – nicht zum Kauen, aber zum Lächeln
  • Ist der Knochen nicht ausreichend: Aufbau, Implantation nach 3–4 Monaten
Zweiteiliges Keramikimplantat aus Zirkonoxid
04
3–6 MONATE

Einheilung und Kontrollen

Das Zirkonoxid verbindet sich mit dem Knochen, das Zahnfleisch legt sich an. In dieser Zeit sehen wir Sie zwei- bis dreimal kurz – bei Anreise aus der Ferne lassen sich Kontrollen mit Ihrem Zahnarzt vor Ort abstimmen. Stärkere Beschwerden sind die Ausnahme; viele Patienten gehen am nächsten Tag wieder ihrem Alltag nach.

  • Kontrolle nach 1 Woche, 4 Wochen und vor der Endversorgung
  • Erreichbarkeit über WhatsApp bei Fragen
Zwei Keramikimplantate im Unterkiefer während der Einheilung, das Zahnfleisch liegt ruhig an
05
2 TERMINE

Die endgültige Krone

Nach der Einheilung scannen wir das Implantat und fertigen die vollkeramische Krone oder Brücke in unserem eigenen Meisterlabor – Farbe, Form und Oberfläche abgestimmt auf Ihre Nachbarzähne. Beim zweiten Termin wird sie eingesetzt. Danach: Nachsorge alle sechs Monate.

  • Vollkeramik, metallfrei bis zur Kaufläche
  • Anprobe und Einsetzen in der Regel innerhalb einer Woche
  • Nachsorge und professionelle Reinigung im festen Rhythmus
Fertige Vollkeramikkronen im Frontzahnbereich mit straffem, gesundem Zahnfleisch

Unser Prinzip

Geplant wird vom Ende her: von der Krone zum Knochen.

Alle fünf Schritte folgen einer Reihenfolge, die im Kopf beginnt, bevor der erste Termin stattfindet: Zuerst steht fest, wie der fertige Zahn aussehen soll. Daraus ergibt sich alles andere.

Das Implantat sitzt dort, wo die Krone es braucht.

Aus 3D-Röntgenbild und Intraoralscan entwerfen wir zuerst den Zahn: Form, Position, Zahnfleischverlauf. Erst dann legen wir fest, wo das Implantat dafür sitzen muss – im besten Knochen, aber immer in der Achse der späteren Krone. So wird aus Implantat und Krone ein Zahn, nicht ein Kompromiss.

Eine Hand, ein Labor, ein Verantwortlicher.

Das Team, das Ihr Implantat setzt, plant bei uns auch die Krone und setzt sie ein – an beiden Standorten, mit dem Meisterlabor im selben Haus. Chirurgie und Prothetik liegen seit über 30 Jahren in einer Hand. Für Sie heißt das: ein Ansprechpartner von der Planung bis zur Kontrolle in zehn Jahren.

Sofortimplantation

Warum wir nicht warten, wenn wir nicht warten müssen.

Beim klassischen Vorgehen heilt die Zahnlücke erst drei bis sechs Monate aus, dann wird implantiert, dann wieder gewartet. In dieser Zeit baut sich Knochen ab. Die Sofortimplantation nutzt den Moment, in dem der Knochen noch vollständig da ist – und erspart Ihnen eine Operation und Monate ohne Zahn.

Klassisch
Sitzung 1Zahnentfernung
3–6 Mon.Lücke heilt aus – Knochen baut ab
Sitzung 2Implantation (oft mit Knochenaufbau)
3–6 Mon.Einheilung – Lücke oder herausnehmbares Provisorium
Sitzung 3Krone
Gesamt: 6–12 Monate, 2 Operationen
Sofortimplantation bei uns
Sitzung 1Zahnentfernung + Keramikimplantat + festes Provisorium, sofern möglich
3–6 Mon.Einheilung – mit Zahn im Mund
Sitzung 2Vollkeramikkrone
Gesamt: 3–6 Monate, 1 Operation

Voraussetzung ist ausreichend stabiler Knochen und entzündungsfreies Gewebe – das prüfen wir im 3D-Röntgenbild der Kiefer (DVT). In über 90 % unserer Fälle ist die Sofortimplantation möglich. Wo nicht, sagen wir es Ihnen vorab und planen den sicheren Weg.

Am Tag des Eingriffs

Was Sie erwartet – und was nicht.

Dauer

Ein Einzelimplantat mit Provisorium dauert etwa 60 bis 90 Minuten. Planen Sie zwei Stunden ein.

Betäubung

Örtliche Betäubung reicht fast immer. Die Behandlung erfolgt bewusst ohne Narkose – aus Sicherheitsgründen.

Danach

Eine leichte Schwellung ist möglich, stärkere Schmerzen sind selten. Bei Bedarf ein Schmerzmittel nach Absprache, weiche Kost, keine Belastung des Provisoriums.

Arbeit und Reise

Viele Patienten sind am Folgetag wieder arbeitsfähig. Bei Anreise von weiter weg: eine Übernachtung, Kontrolle am nächsten Morgen, dann Heimfahrt.

Auch bei schwierigen Ausgangslagen

Wenig Knochen, viele fehlende Zähne, alte Titanimplantate – wir haben das gesehen.

Knochenaufbau
Mit Eigenknochen und biokompatiblen Materialien, bei Bedarf unterstützt durch PRGF – metallfrei auch hier.
Ganzer Kiefer
Feste Brücken auf vier bis sechs Keramikimplantaten – Planung und Labor im Haus.
Titan-Explantation
Knochenschonende Entfernung mit Spezialinstrumenten, bei Bedarf mit Ultraschall – wo möglich Sofortersatz durch Keramik.
Angstpatienten
Wir nehmen uns Zeit, erklären jeden Schritt und gehen in Ihrem Tempo vor. Was Ihnen zusätzlich helfen kann, besprechen wir persönlich im Erstgespräch.

Fragen zum Ablauf

Was Sie vorher wissen wollen.

Tut eine Sofortimplantation mehr weh als eine normale Zahnentfernung?

In der Regel nicht – der Eingriff geschieht in derselben Betäubung, und weil das Gewebe geschont wird, empfinden viele Patienten ihn als weniger belastend als eine Zahnentfernung mit späterer, separater Implantation.

Kann ich mit dem Provisorium essen?

Das Provisorium ist zum Sprechen und Lächeln da, nicht zum Kauen. In den ersten Wochen sollten Sie es nicht belasten – darauf weisen wir ausdrücklich hin, weil es die Einheilung schützt.

Wie viele Termine brauche ich bei Anreise aus Hamburg oder Dänemark?

In der Regel drei: Erstgespräch mit Diagnostik, Implantation mit Übernachtung und Kontrolle am Folgetag, Endversorgung mit zwei Terminen in einer Woche. Zwischenkontrollen kann Ihr Zahnarzt vor Ort übernehmen.

Brauche ich Antibiotika?

Nicht routinemäßig. Wir setzen auf Vorbereitung des Immunsystems und saubere Technik, bei Bedarf ergänzt durch PRGF. Bei bestimmten Vorerkrankungen oder Eingriffen entscheiden wir individuell.

Was passiert, wenn das Implantat nicht einheilt?

Das ist selten, lässt sich aber auch bei sorgfältiger Planung nie ganz ausschließen – Einheilung ist ein biologischer Vorgang. Heilt ein Implantat nicht ein, setzen wir nach dem Ausheilen ein neues. Das Ersatzimplantat berechnen wir Ihnen nicht, und auch bei den Kosten für den erneuten Eingriff kommen wir Ihnen entgegen. Die Regelung halten wir vorab in Ihrem Heil- und Kostenplan fest.

Ob bei Ihnen eine Sofortimplantation möglich ist, sehen wir im 3D-Röntgenbild Ihrer Kiefer (DVT).

Erstgespräch in Kiel oder Eckernförde – oder schicken Sie uns vorab Ihr Röntgenbild.